"Die Schöne und das Biest" auf berndeutsch

Das Grundmotiv, dass ein Vater in der Wildnis bedroht wird und um zu entkommen, verspricht, das erste, was ihm zuhause entgegen kommt, dieser bedrohlichen Macht zu übergeben, ist uralt und kommt in den verschiedensten Variationen vor.

In der Geschichte von Jephtha ist dieses Motiv selbst in der Bibel zu finden. Bei den Gebrüdern Grimm kommt es in dem Märchen „Das singende springende Löweneckerchen“ vor. Auch das Motiv der fleissigen Jüngsten mit den beiden faulen, neidischen älteren Schwestern – wie es in unserer Fassung eingeflochten wurde – ist uralt und tritt vor allem im Märchen „Aschenputtel“ als zentrales Thema auf.

Die Schöne und das Biest

Ganz zentral im „Die Schöne und das Biest“ ist die Handlung um die Liebe – wie übrigens auch im „Froschkönig“. Es geht darum, dass ein Prinz trotz seines abstossenden Äussern die Liebe erringt oder umgekehrt die junge Frau dieses Wesen lieben lernt.

Eine erste schriftliche Bearbeitung des Märchens ist von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve, die 1740 im „La jeune américaine“ erschien. Das Märchen „Die Schöne und das Biest“ ist vielfach verfilmt worden, sowohl fürs Fernsehen wie auch für die Leinwand. Jede Version hat ihre eigene Interpretation.

Der erste grosse Kinofilm stammt aus dem Jahre 1946 und wurde von Jean Cocteau kreiert. In den Rollen brillieren Jean Marais als Biest und Josette Day als die Schöne. Sehr bekannt ist die Trickfilmversion von Walt Disney aus dem Jahre 1991. Auf dessen Grundlage wurde im Jahre 1994 dann ein Musical auf die Bühne gebracht und sogar inzwischen als Nintendospiel zu erwerben ist. Das Motiv aus „Die Schöne und das Biest“ wird sowohl in der bildenden Kunst (Walter Crane, Edmond Dulac) wie auch in der Literatur (z.B. 1979 von Angela Carter „ Mister Lyons Bewerbung“, eine Erzählung) künstlerisch bearbeitet und interpretiert.

D Belle und ds Biischt

Das Märchen erhält auf Schloss Landshut mit dem Titel „D Belle und ds Biischt“ eine weitere Interpretation. Das Aschenputtelmotiv ist ein Teil des Stückes. Zentral aber ist der Leitgedanke der Liebe, die entstehen kann, wenn man über das Äussere hinwegsieht und in die Tiefe geht, wenn man das Wesen hinter der Fassade erkennen lernt. Insofern hat dieses Motiv einen sehr aktuellen Bezug in einer Welt, in der Glamour, Kleidung, Schein und Fassade so zentral sind.

Zauberhaft, geheimnisvoll und idyllisch wie der Spielort, das Schloss Landshut, wird auch die Geschichte inszeniert werden. Gefühlsvoll, spannend und magisch kann das Publikum in diese mysteriöse Märchenwelt eintauchen. Feen der Liebe, Gesang, Tanz, bezaubernde Kostüme und eine in der Nacht leuchtende Rose werden das Publikum verzaubern.

<< Nach oben >>